Sterben und Tod

 

„Der Christ, der sein Sterben mit dem Sterben Jesu vereint, versteht den Tod als ein Kommen zu Jesus und als Eintritt in das ewige Leben. Wenn die Kirche über dem sterbenden Christen zum letzten Mal im Namen Christi die Lossprechungsworte gesprochen, ihn zum letzten Mal mit einer stärkenden Salbung besiegelt und ihm in der Wegzehrung Christus als Nahrung für die Reise gespendet hat, sagt sie zu ihm mit sanfter Bestimmtheit:

‚Mache dich auf den Weg Bruder (Schwester) in Christus … Deinen Erlöser sollst du sehen von Angesicht zu Angesicht‘.“
(Katechismus der Katholischen Kirche Nr. 1020)

 

Vorbereitung auf den Tod

Versuchen Sie, immer auf den Tod vorbereitet zu sein. Ob ich gut sterbe, ist wichtiger als die gute Beerdigung und die spätere Grabpflege.

Empfangen Sie regelmäßig die Sakramente (Beichte, Krankensalbung, Kommunion).

Schieben Sie Wichtiges nicht auf: Verzeihen Sie anderen und bitten Sie selber um Verzeihung. Sprechen Sie mit den Angehörigen rechtzeitig offen über Fragen des Sterbens und der Beerdigung.

Rufen Sie bei lebensbedrohlichen Krankheiten rechtzeitig den Priester.

 

Begleitung Sterbender

Lassen Sie den Sterbenden möglichst nicht allein, sondern wachen Sie bei ihm (evtl. die Hand halten, Lippen befeuchten).

Beten Sie mit ihm und für ihn (s. altes Gotteslob Nr. 79; neues Gotteslob Nr. 608,1-3).

Rufen Sie einen Priester zum Sterbenden. Im Krankenhaus oder Seniorenheim bitten Sie nachdrücklich darum, dass in Todesgefahr ein Priester gerufen wird.

Ein Gebet unmittelbar nach dem Verscheiden finden Sie unter: altes Gotteslob Nr. 79,6 und 770; neues Gotteslob Nr. 28 und 569.

 

Todesfall

Folgende Hinweise können Ihnen helfen, nach dem Verscheiden eines Angehörigen oder einer nahestehenden Person an alles Wichtige zu denken:

–   Informieren Sie nahe Verwandte und den Pfarrer über den Tod.

–   Kontaktieren Sie ein Beerdigungsinstitut.

–   Der Beerdigungstermin sollte sowohl mit dem Beerdigungsinstitut als auch mit den Verwandten und dem Geistlichen abgestimmt werden.

–   Nachdrücklich empfiehlt die Kirche, den Leichnam Verstorbener zu beerdigen; sie verbietet indessen die Feuerbestattung nicht, wenn sie nicht aus Gründen gewählt wird, die unserem Glauben an die Auferstehung der Toten widersprechen.

–   Aus Respekt vor der Individualität jedes Menschen hält es die Kirche für notwendig, dass das Grab jedes Verstorbenen mit seinem Namen versehen wird. Eine gänzlich „anonyme Bestattung“ ist nicht möglich.

–   Bitte achten Sie bei der Todesanzeige auf christliche Symolik (Kreuz) und einen entsprechenden Text, z. B. „Gott, der Herr, nahm zu sich…“; „Unser himmlischer Vater rief heim…“; „Gestärkt mit den Sakramenten der Kirche entschlief unsere liebe Mutter…“; am Ende: „R.I.P.“ (= requiescat in pace; lat. Er/Sie möge ruhen in Frieden.).

–   Zur Vorbereitung der Beerdigung führen Sie mit dem Geistlichen ein Gespräch.

–   Das Wichtigste, was wir für unsere Verstorbenen tun können, ist das Gebet. Die höchste Form des Gebetes ist die Feier der Eucharistie. Wir können für die Verstorbenen auch Ablässe erlangen.

 

„Wenn Jesus – und das ist unser Glaube – gestorben und auferstanden ist,
dann wird Gott durch Jesus auch die Verstorbenen zusammen mit ihm zur Herrlichkeit führen.
Dann werden wir immer beim Herrn sein.“ (1 Thess 4,14.17b)