Zeugnis für Menschlichkeit

In allen Justizvollzugsanstalten innerhalb unseres Erzbistums Berlin
arbeiten katholische Gefängnisseelsorgerinnen und Gefängnisseelsorger, so auch in der JVA in Brandenburg an der Havel.

Als Gefängnisseelsorger begleite ich Menschen aus dem befreienden Geist Jesu.

Ich helfe dabei Brücken zu einem gelingenden Leben zu bauen und ermögliche Freiräume, damit Leben in Haft ausgehalten und angenommen werden kann.

Menschen in ihrem Bemühen zu bestärken, umzukehren und ein sinnerfülltes Leben ohne Straffälligkeit zu führen ist ein Schwerpunk meiner Arbeit.

Dabei nehmen ich Gefangene mit ihren Angehörigen und auch die Bediensteten im Vollzug unvoreingenommen an.

Ich begegne Menschen aller Religionen und Kulturen in der Weise, dass Fragen nach Sinn, Umgang mit Schuld und Vergebung, Glauben und persönliche Zukunft ihren Platz haben.

Es ist von Bedeutung, Menschen darin zu bestärken, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und ihre sozialen Beziehungen aufrechtzuerhalten.

Diese Arbeit findet durch konkrete Angebote statt:

In qualifizierten Einzelgesprächen und Gruppenarbeiten.

In der Feier von Gottesdiensten und in der Verkündigung von Gott, der jedem Menschen Befreiung und Versöhnung anbietet. Außerdem informiere ich Interessierte über die Arbeit, die ich als Seelsorger im Vollzug leiste.

In der Arbeit mit Gefangenen, gibt es auch immer wieder Situationen, in denen es nur möglich ist, Verzweiflung und Ausweglosigkeit auszuhalten und gemeinsam vor Gott zu tragen.

Ich interveniere in Krisensituationen, vermittle und schlichte bei Konflikten – gerade auch im Umgang mit schwierigen Gefangenen.

Dies hilft dabei, Spannungen ab- und soziale Sicherheit aufzubauen und findet in ökumenischer Zusammenarbeit statt.

Durch diese Arbeit erreicht Kirche Glaubwürdigkeit in einem säkularen Umfeld und gibt Zeugnis für Menschlichkeit und Menschenwürde.

Kontakt:

Christoph Pitsch
Pastoralreferent
Tel.: (03381) 761 1863
Mail: christoph.pitsch@erzbistumberlin.de